Datum und Ort: 10.10.2026 – 11.10.2026 – JUFA, Fürstenfeld
Unsere Debütsaison war sehr erfolgreich mit dem 3. Platz. Doch neue Saison, neue Mannschaften und Start bei null, bedeutet für uns, dass wir uns nicht auf vergangene Erfolge ausruhen können, sondern wieder Topleistungen bringen müssen.
Doch gefühlt spielte an diesem Wochenende jede Liga in jedem europäischen Land und dies zwang uns auf Grund von Ausfällen kreativ zu handeln und aufzustellen.
Alle Partien sind auf chess-results zum Nachspielen und Ansehen verfügbar.
Runde 1 – Union Neuhofen/Krems 1 : SV – Spg. SK Fürstenfeld/Hartberg 2:4
Fürstenfeld hatte im Sommer einige Abgänge zu verzeichnen, unter anderem Marakovits Nico. Doch trotzdem ist der Fürstenfelder Kader sehr gut besetzt.
IM Carnicelli Valerio (2422) – IM Roshka Yevgeniy 0,5:0,5
Valerio ist auch diese Saison wieder mit am Start und bekam es mit dem jungen Ukrainer Roshka zu tun. Es war eine sehr umkämpfte Partie in der beide Seiten viele kleine Nuancen setzten, sich jedoch neutralisierten zum Schluss.
IM Csonka Balazs (2470) – FM Schernthaner David (2386) 0,5:0,5
Balazs ist nicht nur ein starker IM mit GM-Potenzial sondern auch unser Stimmungsmacher und Restaurant-Guide. Am Brett versuchte er Schernthaner abzuservieren – doch dieser wehrte sich gekonnt und machte Balazs einige Probleme.
Am Ende trennte man sich friedfertig mit Remise.
WIM Schloffer Jasmin (2265) – FM Leitgeb Julian (2252) 0,5:0,5
Frisch retour von einer grandiosen Schacholympiade in Samarkand, musste sie schockiert feststellen, dass sie Julian überholt hat mit den ELO, auch wenn es knapp ist habe ich ihr gesagt dann muss sie auch gewinnen
Die Partie verlief phasenweise sehr gut, jedoch war nicht viel zum holen. Es gab kurzzeitig das Gefühl, als könnte Jasmin Druck auf den Sieg ausüben doch dem war nicht so. Somit einigte man sich auch hier auf Remise.
Charaus Florian (2025) – IM Freitag Manfred (2338) 0:1
Ein Affront auf Brett 4! Der Verfasser dieser Zeilen & Mannschaftsführer stellt sich selbst auf und dann auch noch auf Brett 4 wo er eindeutig nicht hingehört. Normalerweise sollte man ihm auf Brett 10 wiederfinden.
Wie soll es auch anders verlaufen – kompletter Außenseiter mit einer neuen Eröffnung im Petto bekam sehr schnell, seine Grenzen aufgezeigt vom erfahrenen IM aus Graz.
Manfred erreichte eine aussichtsreiche Gewinnstellung, doch verpasste den Final-Punch. Und mit schlechten Stellungen kenne ich mich aus – denn ich habe nie andere. So kam es, dass ich eine aussichtsreiche Abwicklung in ein Endspiel habe, in dem ich auf 2 Ergebnisse spielen kann. Daher hat Manfred mir auch Remise geboten.
Doch wie soll es anders sein wenn man einem Non-Playing-Captain zu einem Playing-Captain nominiert?! Größenwahn tritt ein und ich lehne das Remise ab und beweise dass ich nicht auf 2 Ergebnisse spielen kann, sondern bei mir auch die 3. Option einer Niederlage möglich ist und das nur 3 Züge nach dem Remiseangebot.
Ehs Dominik (2103) – Kölber Daniel (2258) 0,5:0,5
Er ist wieder da!!! Papa Ehs ist nach seiner Papa-Pause vom letzten Jahr wieder im Einsatz und das sofort in der Bundesliga.
Er zeigt sofort dass er nichts verlernt hat und dass sein Eröffnungsrepertoire von damals bereits so modern war, dass es heutzutage Mode genannt wird.
Er hatte in der gesamten Partie wenig Probleme – im Gegenteil zum Schluss war Kölber erleichtert über das Remise und war der Meinung Dominik hätte weiterspielen können.
Dilly Julian (1905) – Knoch Gieseler Ronny (2143) 0:1
Wie gesagt kam es bei uns zu einigen Ausfällen – so waren wir sehr glücklich, dass sich Julian noch am Freitag – also einen Tag vor der Partie – bereit erklärt hatte uns zu helfen und den Weg nach Fürstenfeld auf sich nahm.
Er bekam es mit einem Brasiliener auf Brett 6 zu tun und auf Grund der Kürze der Zeit und auch der überraschenden Aufstellung, war es Julian nicht möglich sich vorzubereiten.
Trotzdem hat er alles Mögliche versucht sich zu wehren, doch sein Gegner ließ ihm wenig Chancen.
Somit starten wir mit einer 2:4 Niederlage in der Saison – die verhindert werden konnte, wenn unser Maskottchen Pöll Markus vor Ort gewesen wäre – dies hat das gesamte Team beim anschließenden Teammeeting / Essen beschlossen.
Runde 2 – Styria Graz – Union Neuhofen/Krems 1 2,5:3,5
IM Carnicelli Valerio (2422) – FM Schreiner Till 1:0
Fun-Fact zum Starten die beiden spielen wieder gegeneinander doch letzte Saison noch auf Brett 3 und jetzt auf Brett 1.
Valerio wollte es dieses Mal ruhiger angehen – doch dies war nicht im Sinne von Till. Es entstand eine typische Valerio Stellung in der ich mich nicht auskannte – eine Dame fianchettiert auf g7 und dann gab es auch noch einen Springer einschlag auf f7 von Till.
Zu diesem Zeitpunkt waren wir der Meinung, dass die Stellung vorteilhaft für Till sein sollte.
Doch gefühlt kennt sich niemand im Chaos besser aus als Valerio. Nicht nur, dass er nur die Stellung rettete sondern auch in einen Sieg verwandelte.
IM Csonka Balazs (2470) – FM Marakovits Nico (2328) 0,5:0,5
Balazs traf nun auf den jungen ex Fürstenfelder Nico. Balazs und ich hatten Pläne geschmiedet uns in die Therme abzusetzen, jedoch haben wir uns dann doch entschlossen zu spielen.
Anstatt Stunden in der Therme zu entspannen – kämpfte Balazs nun stundenlang am Brett seinen Mehrbauer zu verwerten. Leider ohne Erfolg – aber dafür den Preis für die längste Partie der Runde gewonnen.
Das zeigt den Kampfgeist, den wir sehen wollen.
WIM Schloffer Jasmin (2265) – Eder Matthias (2257) 0,5:0,5
In dieser Partie ging es darum, wer trickst wen aus und wer weiß mehr, aber am auffälligsten war beide wollten gleich zu Beginn die Qualität opfern. Bis zu dem Zeitpunkt, wo sich Matthias durchsetzte und endlich die Qualität opfern durfte.
Die Partie hatte viele strategische Ideen doch beide bewiesen sehr gute Einschätzungen und rechneten sehr genau. Somit kam es hier zu einer gerechten Punkteteilung.
Charaus Florian (2025) – MK Manhardt Thomas (2132) 1:0
Ja, man sieht richtig ich habe eine Partie gewonnen – Wie? – das weiß keiner.
Nach der Frage „Wie schlecht willst du stehen?“ habe ich hier mit „Ja“ geantwortet.
Es gab in dieser Partie für mich nichts zum Holen, daher musste ich auf ein Wunder und ein wenig Mithilfe von Thomas hoffen.
Und beides trat ein. Ich konnte in ein Damenendspiel abwickeln, welches ich verwerten konnte.
Ehs Dominik (2103) – Hatzl Johannes (2093) 0,5:0,5
Aus Papa Ehs wurde an diesem Wochenende – Mr. Solid.
Zu dieser Partie gibt es nichts viel zu sagen – staubtrocken, ohne Risiko, ganz souverän 30 Züge gespielt und auf Remise geeinigt.
Comeback nach Maß für Dominik!
Dilly Julian (1905) – Sohn Benedikt (2086) 0:1
Unser Jugendtrainer gegen einen jugendlichen Benedikt! Da hatte Julian keine Angst denn der Gedanke war klar wenn ich einen Niedermayr Benedikt trainiere, kann ich auch einen Sohn Benedikt schlagen!
Und Julian spielte wirklich befreit auf und konnte einen Bauern ergattern. Zwischenzeitlich hätte Benedikt wahrscheinlich ein Remise machen sollen, doch da er sich weigerte drückte Julian weiter! Er opferte sogar zwischenzeitlich einen Turm im Endspiel und es sah sehr vielversprechend aus.
Doch leider konnte er seinen Freibauern nicht verwandeln. Wäre Balazs nicht gewesen, hätte Julian den Preis für die längste Partie an dem Tag erhalten. Leider hat er zum Schluss auf Grund der Anstrengungen leider eine Figur verloren und somit auch die Partie.
Doch die Partie zeigt sehr gut, dass bei Julian noch Potenzial schlummert und wir uns diese Saison noch auf viele Siege von ihm freuen können.
English version
Report on the 1st Weekend of the 2nd Bundesliga Mitte 26/27
Date and Location: 10/10/2026 – 11/10/2026 – JUFA, Fürstenfeld
Our debut season was highly successful, finishing in 3rd place. However, a new season means new teams and starting from scratch, which means we cannot rest on past successes but must deliver top performances once again.
Yet, it felt as though every league in every European country was playing this weekend, forcing us to get creative with our strategy and lineup due to player absences.
All matches are available to replay and view on chess-results.
Round 1 – Union Neuhofen/Krems 1 : SV – Spg. SK Fürstenfeld/Hartberg 2:4
Fürstenfeld experienced several departures over the summer, including Nico Marakovits. Despite this, the Fürstenfeld roster remains very strong.
- IM Carnicelli Valerio (2422) – IM Roshka Yevgeniy 0.5:0.5
Valerio is back with us again this season and faced the young Ukrainian, Roshka. It was a highly competitive game in which both sides introduced many small nuances, but ultimately neutralized each other in the end.
- IM Csonka Balazs (2470) – FM Schernthaner David (2386) 0.5:0.5
Balazs is not only a strong IM with GM potential, but also our team’s mood booster and restaurant guide. At the board, he tried to serve Schernthaner a defeat – but the latter defended skillfully and caused Balazs quite a few problems.
In the end, they parted ways peacefully with a draw.
- WIM Schloffer Jasmin (2265) – FM Leitgeb Julian (2252) 0.5:0.5
Fresh back from a magnificent Chess Olympiad in Samarkand, she was shocked to find out that Julian had overtaken her in ELO rating. Even though it is close, I told her she just has to win then 😉
The game went very well at times, but there wasn’t much to be gained. For a brief moment, it felt like Jasmin could press for a win, but that was not the case. Thus, a draw was agreed upon here as well.
- Charaus Florian (2025) – IM Freitag Manfred (2338) 0:1
An affront on board 4! The author of these lines & team captain puts himself in the lineup, and on board 4 of all places, where he clearly doesn’t belong. Normally, you should find him on board 10.
How else could it go – a complete underdog with a new opening up his sleeve was quickly shown his limits by the experienced IM from Graz.
Manfred reached a highly promising winning position but missed the final punch. And if there is one thing I know inside out, it’s bad positions – because I never have any others. As a result, I managed a promising transition into an endgame where I could play for two results. Because of this, Manfred actually offered me a draw.
But how else could it go when you nominate a non-playing captain to be a playing captain?! Megalomania kicks in, I decline the draw, and proceed to prove that I cannot play for two results; instead, for me, the third option of a loss is also possible—and that just three moves after the draw offer.
- Ehs Dominik (2103) – Kölber Daniel (2258) 0.5:0.5
He is back!!! Papa Ehs is back in action after his paternity leave last year, stepping right back into the Bundesliga.
He immediately showed that he hasn’t lost his touch and that his opening repertoire from back then was already so modern that it is called trendy nowadays.
He faced very few problems throughout the entire game – on the contrary, at the end, Kölber was relieved about the draw and felt that Dominik could have played on.
- Dilly Julian (1905) – Knoch Gieseler Ronny (2143) 0:1
As mentioned, we suffered several absences – so we were very happy that Julian agreed to help us out on Friday, just one day before the match, and made the trip to Fürstenfeld.
He faced a Brazilian player on board 6, and due to the short notice and the surprise lineup, Julian wasn’t able to prepare.
Nevertheless, he tried everything possible to fight back, but his opponent gave him very few chances.
Consequently, we start the season with a 2:4 defeat – which could have been avoided if our mascot Markus Pöll had been there. The entire team unanimously decided this during the subsequent team meeting / dinner.
Round 2 – Styria Graz – Union Neuhofen/Krems 1 2.5:3.5
- IM Carnicelli Valerio (2422) – FM Schreiner Till 1:0
Fun fact to start with: the two played against each other again, though last season they met on board 3 and now on board 1.
Valerio wanted to take it easier this time – but Till had other plans. A typical Valerio position arose that I didn’t understand at all – a queen fianchettoed on g7, followed by a knight sacrifice on f7 by Till.
At that point, we believed the position should be advantageous for Till.
But it feels like nobody handles chaos better than Valerio. Not only did he rescue the position, but he also converted it into a win.
- IM Csonka Balazs (2470) – FM Marakovits Nico (2328) 0.5:0.5
Balazs now faced the young ex-Fürstenfeld player, Nico. Balazs and I had plotted to escape to the thermal spa, but then we decided to play after all.
Instead of relaxing for hours at the spa, Balazs fought for hours at the board to convert his extra pawn. Unfortunately without success – but he did win the prize for the longest game of the round.
That shows the fighting spirit we want to see.
- WIM Schloffer Jasmin (2265) – Eder Matthias (2257) 0.5:0.5
This game was all about who could outsmart whom and who knew more, but most noticeably, both wanted to sacrifice the exchange right from the start. Until the moment where Matthias prevailed and was finally allowed to sacrifice the exchange.
The game featured many strategic ideas, but both showed excellent judgment and calculated very precisely. Thus, it ended in a fair division of points.
- Charaus Florian (2025) – MK Manhardt Thomas (2132) 1:0
Yes, you are seeing it right, I won a game – how? – nobody knows.
To the question “How bad do you want to stand?”, I answered “Yes” here.
There was absolutely nothing in it for me in this game, so I had to hope for a miracle and a little help from Thomas.
And both happened. I managed to transition into a queen endgame which I was able to convert.
- Ehs Dominik (2103) – Hatzl Johannes (2093) 0.5:0.5
Papa Ehs turned into “Mr. Solid” this weekend.
There isn’t much to say about this game – bone-dry, risk-free, a very confident 30 moves played, and a draw agreed upon.
A tailor-made comeback for Dominik!
- Dilly Julian (1905) – Sohn Benedikt (2086) 0:1
Our youth coach against a youth player, Benedikt! Julian showed no fear because the thought process was clear: if I train a Benedikt Niedermayr, I can also beat a Benedikt Sohn!
And Julian really played with a free mind and managed to snatch a pawn. In the meantime, Benedikt probably should have made a draw, but since he refused, Julian kept pressing! He even sacrificed a rook in the endgame at one point, and it looked very promising.
But unfortunately, he couldn’t convert his passed pawn. If it hadn’t been for Balazs, Julian would have received the prize for the longest game of the day. Sadly, due to fatigue, he lost a piece at the very end and consequently the game.
However, the game clearly shows that Julian has untapped potential, and we can look forward to many victories from him this season.
