Die letzte Runde der 1. Klasse bedeutete wieder Heimspiele für Neuhofen 4, 5 und 6. Die wichtigsten Entscheidungen in der 1. Klasse waren bereits gefallen, aber wir wollten diese Saison gut abschließen.
Neuhofen 6 – Spg. Steyr 4: 3,5 – 0,5
Brett 1:
Harald spielte auf Brett 1 eine ruhige Partie, die stets sehr ausgeglichen wirkte. Als dann die Ergebnisse auf den anderen Brettern bekannt waren, einigte man sich auf ein Remis, damit die Steyrer nicht komplett mit leeren Händen nach Hause fahren mussten.
Brett 2:
Egon spielte eine schöne Partie. Es war eine Freude zu sehen, wie er einen Bauern eroberte und dadurch einen Freibauern bekam, den er mit Unterstützung von König und Turm sicher auf die andere Seite brachte und die Partie damit entschied.
Brett 3:
Wolfgang entwickelte ein starkes Zentrum und durchbrach dort die Verteidigungslinien seiner Gegnerin. Sie wehrte sich tapfer, aber er brachte auch auf der anderen Seite einen Bauern durch und gewann damit ebenfalls seine Partie.
Brett 4:
Alfred entschied sich, die Rolle des Zuschauers zu übernehmen, Brett 4 war beim Gegner nicht besetzt.
Damit erreichte Neuhofen 6 einen starken Sieg zum Abschluss und sicherte sich noch den 7. Platz in der Rangliste – Gratulation!

Neuhofen 5 – Kremsmünster 2: 4 – 0
Hier war die Entscheidung schnell gefallen: Alle vier Partien wurden gewonnen. Aus diesem Grund spielte die Mannschaft ein internes Schnellschachturnier. Obwohl es in einem Nebenraum stattfand, gab es immer wieder Schaulustige.
Das Turnier wurde ernsthaft gespielt, und Hannes zeigte, warum er zurecht die ganze Saison über auf Brett 1 gespielt hat. Er gab nur ein Remis ab und gewann alle anderen Partien. Raphael wurde verdient Zweiter. Christoph konnte als Einziger einen halben Punkt gegen Hannes holen. Seine Partien gegen Kilian waren spektakulär, vielleicht wurden nicht immer die besten Züge gespielt, aber für die Zuschauer war es spannend. Am Schluss eroberte Christoph den dritten Platz, während Kilian Vierter wurde. Er hat gute Ideen, war aber manchmal etwas unglücklich mit seinen Entscheidungen.

Neuhofen 4 – Steinbach/Grünburg: 3 – 1
Brett 1:
Markus spielte auf Brett 1, und es war klar: Hier gab es ein Spitzenspiel zwischen den zwei besten Spielern der 1. Klasse. Markus spielte seine geliebte Londoner Eröffnung, ruhiges, taktisches Manövrieren und ein langsames Verbessern der Stellung.
Es war bereits vorher angekündigt worden, dass die Partie lange dauern würde. Spannend wurde es für mich nach dem 40. Zug von Markus: Er hatte nur noch 50 Sekunden übrig und verließ kurz das Brett. Ich hoffte, dass ich die Uhr richtig eingestellt hatte und die zusätzliche Stunde greifen würde und es hat funktioniert.
Die Stellung war deutlich besser. Sein Gegner hoffte noch auf ein Endspiel mit König, Läufer und Springer gegen König, in der Hoffnung, dass Markus nicht wüsste, wie man dort mattsetzt. Markus ließ es nicht darauf ankommen, vereinfachte die Stellung und gewann.
Brett 2:
Benedikt spielt gerne sehr taktische Partien mit komplizierten Stellungen, in denen sein starkes Stellungsgefühl gut zur Geltung kommt. Mir persönlich gefiel die Stellung nicht, ich fragte mich, wie viele Varianten man da berechnen muss.
Dann unterlief Benedikt ein seltener Fehler: Er übersah eine relativ einfache Kombination und verlor einen Springer. Für mich war die Partie bereits verloren, doch Benedikt spielte weiter, verteidigte sich stark und versuchte, neue Komplikationen zu schaffen.
Eine davon übersah sein Gegner, Benedikt gewann einen Springer zurück, und materiell war die Stellung wieder ausgeglichen. Sein Gegner machte dann noch einen kleinen Fehler: Sein letzter Zug war Kf1, was zunächst logisch wirkte, um aus der Fesselung zu kommen.
Benedikt analysierte die Stellung und spielte eine wunderschöne taktische Kombination. Allen, die gerne Taktikaufgaben lösen, würde ich empfehlen, diese Stellung nachzuspielen. Wenn man weiß, dass eine Taktik vorhanden ist, ist es nicht allzu schwer, aber Gratulation an Benedikt, dass er das in der Partie gesehen und korrekt berechnet hat.
Wer die Lösung nicht findet, ist herzlich eingeladen zum Jugendtraining am Freitag, den 10. April, Benedikt wird sie gerne zeigen. Sein Gegner spielte noch einige Züge weiter, sah dann aber ein, dass es sinnlos war.

Brett 3:
Maximilian spielte auf Brett 3. In einer relativ ausgeglichenen Stellung übersah er einen Abzugsangriff und verlor die Partie.
Das Beste an dieser Partie war jedoch die anschließende Analyse mit Florian. Er zeigte anhand der Eröffnungsregeln im Schach, wie man eine solche Partie aufbauen und die Ungenauigkeiten des Gegners ausnutzen kann.
Ich denke, dass Maximilian aus dieser Partie und der Analyse sehr viel lernen konnte, das wird ihm in seiner Entwicklung als Schachspieler sehr helfen. An dieser Stelle ein Dank an Florian, dass du vorbeigekommen bist und mit den Kindern analysiert und gespielt hast.
Brett 4:
Felix spielte eine schöne Partie. Sein Gegner machte es ihm allerdings etwas leichter, da er relativ früh eine Figur einstellte. Felix entwickelte daraufhin einen starken Angriff und gewann souverän.
Gemeinsam Pizzaessen zum Saisonabschluß
Damit sicherte sich Neuhofen 4 den zweiten Platz und half gleichzeitig Neuhofen 5, Steinbach/Grünburg noch zu überholen und den 5. Platz zu erreichen.
Danach war es Zeit, diese schöne Saison gemeinsam abzuschließen. Zuerst wurden Pizzen geholt, und wir haben zusammen gut gegessen.

Zum Abschluss spielten wir ein „Hand und Brain“-Turnier: Ein Spieler sagt, welche Figur gezogen werden soll, und der andere muss dann einen passenden Zug ausführen. Ich durfte dabei gemeinsam mit Kilian spielen.
Manchmal hatte ich das Gefühl, es passt perfekt und wir verfolgen denselben Plan, entweder spielte er genau den Zug, den ich auch gewählt hätte, oder er nannte eine Figur, mit der ich ohnehin ziehen wollte. Aber manchmal hatte ich auch das Gefühl, wir spielten auf unterschiedlichen Brettern.
Auf jeden Fall war es sehr lustig. Dass am Ende Markus und Hannes gewonnen haben, war keine große Überraschung, da sie die jeweils stärksten Spieler von Neuhofen 4 und 5 sind.
Das Ergebnis passte gut zur gesamten Saison, es gab nur Stockerlplätze.
Zum Abschluss kann ich als Mannschaftsführer von Neuhofen 5 nur sagen: Es war eine Freude, euch zu betreuen und ich freue mich schon auf die nächste Saison.
Schlußtabelle 1. Klasse Süd-Ost
Joost
