Bericht zur 1. Runde der Landesliga Ost

Hörsching 2 : Neuhofen/Krems 2         2 : 4

Datum und Ort:               27.09.2025       KUSZ Hörsching, Humerstr. 20, 4063 Hörsching

Start frei für die neue Saison!

Das Warten hat ein Ende, die Feiern der letzten Saison sind abgeschlossen und jetzt heißt es wieder durchzustarten!

Zum Auftakt erwartet uns ein Auswärtsspiel gegen die starke 2. Mannschaft von Hörsching. Die sportliche Rivalität in diesem Duell ist immer hoch. Kopfzerbrechen sorgte bei mir die Flut an Absagen. Nach 2 baldigen Absagen folgten einen Tag vor Spieltag nochmal 2 krankheitsbedingte Absagen.
Doch erneut profitieren wir von einem großen Kader und waren sozusagen „ersatzgestärkt“!

1. IM Knoll Hermann (2224) – Steiner Günter (2089)                                                 1 : 0

Günter wollte unbedingt gegen Grafenberger Dieter spielen, doch mir kam vor, als ob Günter den Partieverlauf der letzten Turnierpartie vor 2 Jahren verdrängt hatte – denn hier hatte Günter mit viel Glück gesiegt.

Als Belohnung für seine großen Töne, wurde Günter belohnt. Er bekam es nicht mit Dieter, sondern gleich den Elo-Stärksten Spieler (wahrscheinlich in der Gesamten 2. Landesliga) in Form von IM Knoll.

Es war ein harter Kampf, jedoch nur auf 2 Ergebnisse aus unserer Sicht entweder Remise oder Niederlage. Günter kämpfte stundenlang verbissen mit einem Minusbauern in einem T+(ungleichfarbige) L Endspiel. Zwischenzeitlich sah es für mich so aus, als ob die Remisechancen realistisch sind.

Doch wie es in solchen Endspielen meistens ist nach stundenlangem Kampf, und sozusagen mentaler Bearbeitung des Gegners gelang es IM Knoll die Partie zu gewinnen.
Schade für Günter aber der Kampfgeist zum Start war bereits vorhanden!

2. Lichtl Erich (2052) – Charaus Florian (2065)                                                 0 : 1

Altbekannte Mannschaftskollegen aus Welser Zeiten trafen hier aufeinander. Man sollte meinen, dass hier ein Remise laut Papierform und auf Grund der früheren Verbindungen logisch wäre, doch wir haben beide bewiesen, dass wir mehr wollen.

Jedoch gelang es mir nicht Erich wirklich zu fordern. Er verstand die Struktur besser als ich und es dauerte nicht lange, bis ich den Eröffnungsvorteil den ich hatte in einen Vorteil für Erich zu verwandeln.
Ab Zug 26. Steht Erich durchgehend auf Gewinn. Doch wir haben beide bereits sehr viel Zeit investiert, so dass wir uns beide mit Ungenauigkeiten beschenkten.

Nachdem ich bis Zug 40. Überlebt hatte, Stand ich genau im 40. Auf Sieg, doch natürlich hatte ich keine Zeit, um den Sieg zu finden. Somit spielten wir danach ein leicht besseres Endspiel für mich wobei, Erich immer Mattdrohungen hatte.
Zu guter Letzt konnte ich dann doch noch obsiegen, doch souverän sieht anders aus.

3. Lorenz Alfred (1904) – Rechberger Franz (2096)                                0 : 1

Franz ist einer der Ersatzstärken, die wir aufgeboten haben, anstatt Gärtner Markus. Auch wenn die Stärkung sich an der Elozahl widerspiegelt, muss man anhand seiner Ergebnisse im Neuhofen-Dress anmerken, dass dieser Score ausbauwürdig ist 😉.

Und das sollte er auch tatkräftig unter Beweis stellen. Er war die erste beendete Partie und das mit einem Sieg. Kurzes Conclusio der Partie ist, alles darf man nicht gegen Franz spielen!

Mit dem Sieg in der Tasche, steigerte sich sofort das Selbstvertrauen der Mannschaft, aber auch die Selbsteinschätzung von Franz.
Übermut tut selten gut! Daher wird er höchstwahrscheinlich nächste Runde gegen Freistadt/Wartberg nicht im Kader stehen. Natürlich hat das nichts damit zu tun, dass Franz für Freistadt Stammspieler ist, sondern weil der Mannschaftsführer ein Zeichen setzen möchte!

4. Rubenzucker Gerhard (1926) – Taralesca Costinel (1806) 0 : 1

Costi ersetzte Steiner Martin der auf Grund einer Hochzeit verhindert war. Nach der Niederlage in der Vereinsmeisterschaft gegen Gebert war die Frage wie sich Costi davon erholt hat.

Und es sah über weite Strecke sehr gut aus für Costi.  Er hat die Niederlage in der Vereinsmeisterschaft nur für Praxis benötigt und nicht für eine Standortbestimmung.

Er fand sich im Mittelspiel auf einmal mit einer Dame mehr gegen ein Läuferpaar wieder. Doch die Doppelturm + Läuferpaar und ein paar Bauern gegen die Dame und das Turmpaar erforderten trotzdem einige Genauigkeiten.

Meines Erachtens nach, war Costi nie in Gefahr, doch Rubenzucker konnte trotzdem sehr lange Widerstand leisten und immer wieder nervige Drohungen aufstellen.

Daher ist es Costi wirklich hoch anzurechnen, wie er dies gemeistert hat.

5. Mayrhofer Martin (1846) – Kaspar Jonas (1876)                                                 1 : 0

Wir hätten mit Jonas eigentlich einen Spieler vorgeben müssen, da dieser erkrankt war. Da wir keinen Ersatz so kurzfristig finden konnten, hat sich Jonas bereit erklärt im Sinne der Mannschaft trotzdem zu spielen.
Hut ab vor diesem Einsatzwillen und der Mannschaftsdienlichkeit, die er hier an den Tag lag.

Um ehrlich zu sein, kann ich die Partie nicht im Detail kommentieren, denn diese wurde entschieden wie ich selbst in Zeitnot war. Ich dachte mir beide Spieler klopften ihr Theoriewissen nach besten Wissen herunter und erreichten eine normale Stellung in der alles 3 Ergebnisse möglich waren.

Doch als ich dann Zeit fand zu kontrollieren war die Partie bereits vorbei.

Egal, wir sind froh, dass Jonas uns unterstützt hat und wenn er wieder komplett fit ist, wird er sicherlich wieder an seine früheren Topleistungen anschließen können.

6. Lichtl Valentin (1616) – Kepplinger Lukas (1894)                                 0 : 1

Last but not least! Valentin, ein junges Hörschinger-Talent gegen unseren Gastspieler aus Traun.

Jung, ambitioniert und aufstrebend gegen, sagen wir mal so, einen Trauner Obmann in Formkrise.
Lukas ersetzte den am Vortag erkrankten Dilly Julian und als ich die Aufstellung erfasste, wurde mir bewusst das Lukas zum ersten Mal seit fast über 7 Jahren unter 1900 gelandet ist.

Ich war schockiert, denn Lukas war für mich in den vergangenen Jahren, immer ein Kandidat für den Kreis der 2000er (Int. Erreicht aber national nicht).

In diesem Duell war die Frage, ob er das Tief überwinden kann und mit seinem kontroversen Eröffnungsrepertoire den Jungspund aus der Ruhe bringen kann.

Als ich das erste Mal zu Lukas Partie blickte, konnte ich parallelen zu seinem Herzensverein Lask sehen. Auf dem Papier Favorit doch am Brett war schnell klar, dass Favorit sein allein nicht für Erfolg reicht.

Valentin konnte mit Schwarz, Lukas bereits in und nach der Eröffnung Schwierigkeit bereiten. Ich hatte schon das schlimmste befürchtet. Doch Lukas ließ sich nicht unterkriegen, und kämpfte sich mit all seiner Erfahrung und Willen zurück und sicherte sich diesen wichtigen Befreiungsschlag aus seiner Krise. Wir hoffen auf mehr Siege von ihm, aber mit mehr Souveränität 😉.

Tabelle nach der 1. Runde siehe: https://meisterschaft.schach.at/meisterschaft/show/results.php?liga=2la

 

Fazit & Ausblick

Mit diesem 4:2 gegen diese starke Hörschinger Mannschaft können wir sehr zufrieden sein, aber wie bereits geschrieben hätte es auch anders ausgehen können.

Es gab am ersten Spieltag einige Überraschung, da es hier zu einigen K-Siegen gekommen ist und wir hier bereits 2x 5:1 Siege sehen konnten. Anscheinend sind noch einige SpielerInnen in der Sommerpause oder auf Trainingslager.

In 2 Wochen erwartet uns in unserer Heimpartie mit Freistadt/Wartberg 2 genau ein solcher Gegner, die den Fehlstart in Runde 1 gegen uns sicherlich wettmachen wollen.
Somit können wir gespannt sein auf den weiteren Verlauf und wünsche allen SchachpsielerInnen aller Vereine einen guten Start in die neue Saison und natürlich viel Spaß!

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